Die innere WG


Weißt du, welche Teilpersönlichkeit in dir dafür zuständig ist, dass du jedes Mal, wenn du dich zu einer Diät entschieden und dich dann endlich dazu durchgerungen hast, du aber nur noch Bilder von Sahnetorte geliefert bekommst und nicht aufhören kannst, daran zu denken? Oder warum dein Einkaufswagen an der Supermarktkassen fast überquillt, obwohl du nur Butter und Milch einkaufen wolltest?

 

Inspiriert zu diesem Thema wurde die Autorin, Beraterin und Seelenprofilerin Sabine Guhr-Biermann durch die langjährige Arbeit mit Klienten, die grundsätzlich ein strittiges Thema mit ihren innewohnenden Teilpersönlichkeiten hatten und manchmal auch noch haben. Die meisten Menschen befinden sich auf dem richtigen Pfad ihres Lebens, verstehen nur oftmals die Umstände ihres Daseins nicht, da die innere Bereitschaft der Anerkennung fehlt. Ein Unverständnis macht sich breit, was mit Sicherheit geklärt werden kann, wenn alle Persönlichkeitsanteile in der Person auch bereit sind zuzuhören. Um eine wirkliche Ordnung in das innere System zu bringen, bedarf es schon sehr viel intensiver Arbeit, die aber auch mit Sicherheit sehr viel Spaß machen wird, wenn man die Muße dazu hat, sich auch immer mal wieder darum zu kümmern.

 

Die wenigsten Menschen denken tatsächlich darüber nach, dass in ihnen verschiedene Teilenergien zu Hause sind, die sich auch stets unterschiedlich bemerkbar machen. Sie sind es gewohnt, dass der innere Ablauf so funktioniert, wie sie es seit Ewigkeiten her kennen und gewohnt sind. Sie hinterfragen nicht, welche Stimmen in ihnen was zu sagen haben. Sie hören dem inneren Stimmengewirr zu, was sie oftmals unruhig werden lässt. Immerhin bestehen wir nicht aus einem Ganzen, sondern aus Teilenergien, die sich alle in uns zu Wort melden. Und gerade dieses unbewusst gelebte Schauspiel in uns ist das, was die meisten Menschen betrifft und womit sie schlecht umzugehen wissen. 

 

Sie wissen nicht, wer alles in ihnen zu Hause ist und auf der großen Lebensbühne des Seins mitmischen will. Oftmals hadern sie dann mit sich, sind sich unschlüssig über ihre Verhaltensmuster und verstehen sich selbst zu wenig. Jedoch ist die äußerlich gelebte Unordnung nur das Spiegelbild der inneren Unordnung und mehr nicht. Je unsortierter wir in uns sind, desto unausgeglichener werden wir auch sein. Wir kommen also nicht drum herum zu hinterfragen, was wir tatsächlich fühlen und vor allen Dingen, was wir wirklich erleben und auch leben wollen.

 

Und gerade dann, wenn wir uns tief mit unserem Inneren beschäftigen, werden wir auch ungeliebte Aspekte in uns vorfinden, die sich in uns platziert haben. Wir wollen nicht nach deren Regieanweisung leben, doch wir tun es. Wir lehnen sie ab, leugnen sie und trotzdem leben wir mit ihnen. Wir wollen sie nicht wahrhaben, aber sie sind da. Oftmals versuchen wir dann, diese gelebten Eigenschaften zu unterdrücken, nur weil es uns unangenehm ist, zu unseren „Fehlern“ zu stehen. 

 

Gerade die etwas aufgepeppte, bewusst lustig dargestellte Form unserer inneren Umgangsweisen lässt uns unsere Probleme mit einem Schmunzeln auf den Lippen viel eher bewältigen. Solange wir unsere inneren Disharmonien mit zu viel Ernst betrachten, solange können wir uns auch nur schwer davon lösen. Doch gerade ein Lächeln verzaubert die Atmosphäre und lässt uns, wie von Geisterhand gelenkt, unser Problem erkennen und unsere ungeliebten Verhaltensmuster auflösen. 

Die innere WG im Einkaufwahn


Wie oft passiert es uns, dass wir trotz Einkaufsliste ungesunde Lebensmittel in unserem Einkaufswagen wiederfinden, die wir so niemals vor hatten einzukaufen? Wie oft ärgern wir uns über uns selbst, da wir mal wieder Süßigkeiten eingekauft haben, die von einer Teilpersönlichkeit in uns beim gemütlichen Entspannungsabend vor dem Fernseher permanent ins Gedächtnis gerufen werden, solange bis wir aufstehen, an den Schrank gehen und sie holen, damit das "innere Kind" endlich Ruhe gibt?

 

Was passiert, wenn eine Teilpersönlichkeit in uns unbedingt das neue Handy haben möchte, nur da sie das Gefühl hat, dies unter allen Umständen zu brauchen? Welche Teilpersönlichkeit in uns blickt dann sorgenvoll auf das Bankkonto und kann nicht mehr schlafen, da die "anderen" sich einfach das nehmen, wonach es ihnen strebt, aber das Einkommen nicht reicht, um all die Wünsche der "innewohnenden WG" erfüllen zu können? Wenn wir uns selbst besser verstehen würden und wissen, warum wir bestimmten Bedürfnissen unkontrolliert nachgehen, dann können wir dem "Einkaufswahn" Einhalt gebieten und uns auf das beschränken, was wir wahrhaftig wirklich brauchen.

 

 

Jeder kennt das: Wir müssen eine Entscheidung treffen und bekommen unterschiedliche Hinweise aus unserem Inneren vermittelt. Eine Stimme in uns zeigt uns eine Variante, die auch logisch nachvollziehbar ist und eine andere Stimme in uns sendet uns einen anderen Impuls, dem wir auch folgen können.

 

Um noch mehr Deutlichkeit und Transparenz in die Vorgehensweise der Unterteilung der innewohnenden Teilpersönlichkeiten zu bringen, hält die Autorin, Beraterin und Seelenprofilerin Sabine Guhr-Biermann an die Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde und zwar in der Reihenfolge, wie sie sich am deutlichsten darstellen und wie man dies nach astrologischen Gesichtspunkten auch unterteilt.

 

Das Element Feuer steht für die Aktivität, die Tatkraft, das bewusste oder manchmal auch unbewusste ‚Tun‘ und ist männlich. Das Sternzeichen Widder vertritt das Element Feuer mit manchmal unüberlegten Handlungen am deutlichsten. Der Löwe kann viel gelassener mit der antreibenden Energie umgehen und der Schütze sonnt sich in seinen Taten.

 

Danach folgt das Element Wasser. Wasser ist passiv und steht für die Weiblichkeit, die Hingabe, das Annehmen und den emotionalen Zusammenhalt. Oftmals fühlt es sich aber auch so an, als wäre man ausgeliefert, gefangen in Emotionen, deren Ursache man nicht direkt erkennen kann. Man weiß dann nicht, welchen Weg man bestreiten soll. Vertreten wird das Wasserelement durch den Krebs, den Skorpion und die Fische.

 

Das nächste Element Luft steht für die geistige Aktivität. Alles das, was wir planen, bewegt unseren Geist und somit dürfte klar sein, das auch dieses Element aktiv und männlich ist. Die Vertreter dieses Elements sind die Waage, der Wassermann und der Zwilling.

 

Zum Schluss folgt dann das Element Erde, kardinal vertreten durch den Steinbock, gefolgt von dem Stier und der Jungfrau. Die Erde ist passiv und somit weiblich, denn sie ist oftmals aus dem Geist (Luft) heraus entstanden und steht fest. Sämtliche Themen, die wir aus früheren Leben unverarbeitet mitbringen, also unser sogenanntes Karma, ist in den Sternzeichen des Erdelements festgeschrieben, wirksam und wartet auf Erlösung.

 

 

In jedem von uns sind alle vier Elemente auffindbar, nur unter- schiedlich verteilt. Wenn jemand sehr viel Feuer und auch Luft in sich vertreten hat, dann wird er stets nach vorne auf die Bühne springen müssen, um aktiv und unterhaltend zu sein. Hingegen ist jemand, der viel Wasser und auch Erde in sich trägt, eher passiv und steht liebevoll im Hintergrund.

 

Alleine daran können wir erkennen, wie einfach unser Leben sein kann, wenn wir uns selbst besser verstehen und zu dem stehen, was zu uns gehört. Doch solange wir auf andere blicken und meinen anders sein zu müssen, als wir wahrhaftig sind, solange kommen wir schlecht in unserem Leben weiter.

 

Schon alleine wenn man die Aufteilung beziehungsweise die Gewichtung der Elemente in sich wahrnehmen kann, wird man sich besser verstehen können. Anhand der Elemente spüren wir eine Grundbasis in uns, die uns in unserem Leben Klarheit schenkt, wenn wir uns auch erlauben, wir selbst zu sein.

 

Wir alle tragen Teilpersönlichkeiten in uns, denen wir automatisch Aufgabengebiete übertragen haben. Ohne die Aufgaben zu kontrollieren, nutzen wir deren Ressourcen, meistens unbewusst. Wir tun dies, um unser Leben zu gestalten. Häufig jedoch passiert es uns, dass wir gegen uns selbst leben. Dies geschieht vor allem dann, wenn wir uns innerlich falsch platziert und somit kontraproduktiv aufgestellt haben. Wir versorgen uns dann nicht so, wie es für uns persönlich sinnvoll wäre. In so einem Fall vertreten wir nicht unsere eigene Meinung, sondern leben nach den Wünschen anderer, was uns ein Gefühl des unfreiwilligen Ausgeliefertseins vermittelt.

 

Doch woher kommen solche Aspekte? Warum leben wir gegen uns selbst und sorgen zu wenig für uns ? Wenn man dieser Frage nachgehen will, findet man sehr schnell eine Antwort: Es ist die Gewohnheit und auch die Unwissenheit, die Menschen dazu veranlasst, sich gegen sich selbst, zum angeblichen Wohle anderer, zu stellen. Würden wir uns die Erlaubnis erteilen mehr auf uns selbst Acht zu geben, dann würden wir mit Sicherheit viel rücksichtsvoller mit uns selbst umgehen.

 

Doch wir alle tragen Prägungen in uns, die wir oftmals sogar schon aus früheren Leben mit in dieses Leben gebracht haben. Erfahrungen haben sich in unser Inneres gebrannt und sind jederzeit abrufbar. Somit können Déjà-vu Erlebnisse in uns auftauchen, da sie eine Ähnlichkeit zum Gegenwartszeitpunkt feststellen. Plötzlich, wie aus dem Nichts machen sie sich bemerkbar und erinnern uns. Vergangene Erlebnisse, auch gerade die, die wir schlecht verstehen und somit verarbeiten konnten, befinden sich immer noch abrufbar in unserem aktiven System. Oftmals machen sie sich zu den unpassendsten Zeitpunkten bemerkbar, fühlen sich angesprochen, gerade dann, wenn wir sie am wenigsten gebrauchen können.

 

Auch Erfahrungswerte aus der Kindheit hindern uns oftmals im Erwachsenendasein daran, uns so zu verhalten und zu positionieren, wie es für uns persönlich am sinnvollsten wäre. Traurig und häufig verzweifelt, spüren wir, wie festgefahren sich unser Leben anfühlt, da wir Felder bedienen, denen wir bewusst gar nicht dienlich sein wollen.

 

Unsere innewohnenden Teilpersönlichkeiten lassen sich gut in zwölf Kategorien unterteilen, die wiederum eine Spiegelung der Sternzeichen innehaben. Die Charakterstärken und -schwächen verweisen auf typische Sternzeichen Merkmale und somit direkt auf Verhaltensmuster unserer Teilpersönlichkeiten.

 

Wollen wir eine Ordnung in unser inneres Stimmengewirr bringen, dann hilft es uns, wenn wir wissen, wer in uns spricht und wer was zu sagen hat. Sämtliche Teilpersönlichkeiten, die wir in uns tragen, können wir charakteristisch nach den Vorgaben der zwölf Sternzeichen entsprechend analysieren, um sie bewusst einzusetzen.

 

Natürlich heißt das jetzt nicht, wenn wir ein Mann und vom Sternzeichen her Wassermann sind, dass die Charaktereigenschaften des Wassermann-Mannes eins zu eins auf uns persönlich zutreffen. Doch gewisse Aspekte, die werden uns sehr vertraut vorkommen. Aber auch andere Geschichten können für uns einen Wiedererkennungswert darstellen, wenn wir tief in uns hineinblicken. Immerhin stellt sich die Frage: 'Welche Teilpersönlichkeit in uns ist für das Einkaufen zuständig?'

 

Unser für dieses Leben gewähltes Sternzeichen wird nicht für alle Aspekte der Alltagsbewegung seine Zuständigkeit zeigen, sondern nur für bestimmte. Je mehr und besser wir uns selbst kennen und verstehen lernen, desto spannender wird unser Leben sein.